UNfassbar – Warum – Tragödie – Schrecklich

Einen Menschen zu verlieren ist EXTREM schlimm, schrecklich und traurig. Man kann sich NICHT verabschieden – man weiß nicht warum und selbst wenn – begreift man es nicht , will es manchmal auch gar NICHT. Zu erfahren , dass ein Mensch in der unmittelbaren Nähe aus seinem persönlichen Umfeld gestorben ist – versetzt einen in eine Starre eine Ohnmacht macht einfach fassungslos.

Nichts ist mehr so wie es mal war oder wieder sein könnte. Der Mensch ist weg – ich kann ihm nichts mehr sagen – ich kann mich nicht mehr mit ihm treffen , ihm sagen wie gerne ich mit ihm zusammen bin. Was ich noch alles erleben wollte – wo ich noch alles mit ihm sein wollte.

Wenn du Wünsche oder Sehnsüchte desjenigen kennst, dann denkst du automatisch auch daran: Er wollte doch noch ….. Er hatte noch soviel vor…..

  • Ohnmacht
  • Nicht begreifen können oder wollen
  • Was mache ich JETZT nur?
  • Wie geht es JETZT weiter?
  • Resignation
  • Wut Ärger Frust
  • Traurigkeit
  • Schreikrämpfe
  • Drang zum Fortlaufen
  • Redebedarf oder lieber Schweigen

Das sind nur einige der Symptome – oder einer emotionalen Reaktion. Es sieht ja so aus , dass wirklich ein Mann dafür verantwortlich zu sein scheint für den Tod von weiteren 149 Menschen, die nicht sterben wollten.

„Begleitender Suizid“
Die Angehörigen werden sich noch mehr FRAGEN: Wieso? Warum? Welches Recht hatte er nur, so zu handeln?Wie konnte es soweit nur kommen? Hat denn niemand bemerkt was er vor hatte?

Derzeit weiß man es noch nicht und dennoch wird man sich genau der Situation stellen müssen. Es wir den Angehörigen nicht helfen. Bei denen geht es um Verarbeitung der ADHOCK Situation – dass ein lieber/geliebter Mensch aus ihrer Mitte gerissen wurde. Die angeblichen Schreie auf dem Voice Recorder „TUN“ dabei ihr übriges.

Trauer – und Wut und Resignation werden hier wohl vorherrschend sein.Und die Kollegen/innen werden jede Menge Arbeit haben. Ich hoffe, dass man den Betroffenen auch die Zeit gibt – alles verarbeiten zu dürfen – Zeit der Trauer, der Wut , der Ohnmacht und des Abschiedes.

Dann gibt es noch die Eltern des “ Attentäters“ – die zuerst auch dachten wieviele andere der Angehörigen WARUM passiert so etwas. Die Eltern werden sich jetzt noch mehr FRAGEN WARUM hat unser Sohn das gemacht? Wir verstehen es NICHT? Das haben wir nicht kommen sehen? Vielleicht fragt sich das auch die Lebensgefährtin?

SCHULD wird das entsprechende Thema der nächsten Wochen sein. Hätten wir es verhindern können und wenn JA – wie?

Das Thema „Schuld“ wird auch ein Thema der Fluggesellschaften sein und bleiben. Welche Mechanismen hätte man ansetzen /einsetzen können um es vielleicht zu verhindern?

Für die Eltern hoffe ich wirklich, dass es irgendwann eine Möglichkeit gibt sich mit dem einen oder anderen Angehörigen aussprechen zu können – vielleicht sogar eine Art der „Vergebung“ im Sinne von „Sie sind nicht SCHULD“ geben wird.Sein Kind zu verlieren ist SCHRECKLICH , aber unter diesen Umständen zu wissen, dass das eigene Kind soviel Menschen auf sein Gewissen geladen hat, ist ein Drama.

Die Kollegen/innen die JETZT aktiv sind – drücke ich alle Daumen der Welt, dass Sie genügend Kraft besitzen werden diese schwer Aufgabe auch zu bewältigen.

Ich finde dieses schreckliches Ereignis hat „gezeigt“ wie sehr wir Menschen solidarisch sein können, auch wenn dafür 150 Menschen sterben mussten. In der festen Überzeugung, dass wir etwas bewegen können wenn wir es wollen , wenn wir emotional betroffen sind und wenn der Einschlag sehr NAH ist, dann werden wir auch hier in Deutschland – AKTIV.Die Frage die auch bleibt ist die: Warum musste das geschehen damit wir uns ALLE solidarisch erklären – dass wir ALLE Trauer empfinden und die Betroffen sind?

Warum schreibe ich darüber? Auch ich trauere, verarbeite und es ist meine Art damit umzugehen. Zu zeigen was es mit mir macht und da ich weiß, dass ich in der Regel für einige den Puls der Zeit treffen werde – veröffentliche ich es auch hier. Ich bin ein mitfühlender Mensch, der jede Menge Empathie besitzt. Wenn ich NICHT darüber schreiben würde, dann wäre ich nicht ICH und ich möchte auch nicht schweigen – ich muss meiner Trauer – meiner Ohnmacht LUFT verschaffen.

Aufgrund meiner vielfältigen Erfahrung im Leben und in meinem Beruf weiß ich genau, dass die NAH Betroffenen die Bilder NIE vergessen werden und können. Aber vielleicht ein wenig die emotionale Nähe, die Bedeutung dessen was WIRKLICH ist. Die emotionale Nähe wird etwas weiter nach hinten rücken können, aber den Kloss im Hals, die Tränen dürfen bleiben – aber auch im Laufe der Zeit weniger werden. Wir durften ALLE bleiben , uns wurde weitere Lebenszeit geschenkt. Wir haben die Verpflichtung diese zu Nutzen. Die Erinnerung an den Tod und das Sterben ist immer auch mit dem Leben verbunden.AMF

 

Persönlicher Kommentar zum Netzverhalten:

Das Phänomen der TRAUER im Netzt aber auch der WUT – hat einen traurigeren Höhepunkt erreicht. Leider auch ein Höhepunkt von Unverständnis und Menschen die sich als Pietätlos und Geschmacklos herausstellen. Normalerweise sind diese “ Trolle“ in den Griff zu bekommen – nur in diesem Falle sind es Menschen aus meiner Sicht die sich selber selbst am Tod andere SELBST Beweihräuchern. Ich empfehle in solchen Dinge einfach zu löschen – Personen zu entfernen/blockieren und nur bedingt darüber aufzuregen.

Sich SELBST coachen? Geht das? – Eine Möglichkeit

Immer wieder fragen mich Menschen: „Wieso erreiche ich meine Ziele nicht? Eigentlich habe ich doch alles getan, um genau diese, meine Ziele zu erreichen!“ Ich kann sehen, wie sie dabei innerlich an einen Ort gehen, wo nicht selten Frust, Hilflosigkeit, Wut oder Enttäuschung liegen.

Nun, es gibt keine einfache Antwort auf diese Frage. Oder ich weiß sie nicht. Da die Gründe dafür meiner Erfahrung nach vielseitig und individuell sehr unterschiedlich sind, habe ich hier eine kleine Checkliste für all jene Menschen zusammengestellt, die weiterkommen wollen.

Im Coaching geht es unter anderem auch darum, bestimmte Ziele – beruflich wie privat – zu erreichen. Das können persönliche Ziele sein, oder auch materielle Ziele. Das können Ergebnisziele (WAS Sie erreichen wollen) oder Prozessziele sein (WIE Sie etwas tun und erreichen und sich selbst dabei erleben wollen). Ziele fallen auf jeden Fall immer in die Bereiche: Haben, Tun und Sein. Hier ist sie nun, die Checkliste, die Ihnen dabei hilft, Ziele zu erreichen, statt nur darüber nachzudenken.

1. Kennen Sie Ihr Ziel?
a) Haben Sie Ihr Ziel formuliert?
b) Ist es klar, deutlich und in Gegenwartsform formuliert? (hilft unserem Unbewussten ein klares Bild vom Ziel zu haben)
c) Ist es realistisch und passt das Erreichen Ihres Zieles in Ihr Lebensmodell?

2. Glauben Sie daran, dass Sie Ihr Ziel erreichen können?
a) Wirklich, glauben Sie daran Ihr Ziel erreichen zu können? Achten Sie auf die Reaktion in ihrem Körper.
Oftmals gibt es nämlich rational eine Antwort die “Ja” lautet, aber unbewusst eine Reaktion, die Widerstand enthält. Deshalb die nächste Frage…
b) Gibt es irgendwelche Einwände, die gegen das Erreichen Ihres Zieles sprechen? (z.B.: Wenn Sie glauben, Sie würden Ihre Freunde verlieren, wenn Sie jetzt beruflich erfolgreich werden, wird Ihr Unbewusstes Ihr Streben nach Erfolg in entscheidenden Momenten eventuell sabotieren.)

3. Haben Sie die richtige Strategie?
Egal wie motiviert, wie ausgerüstet und vorbereitet Sie sind, wenn Sie einen Sonnenaufgang sehen wollen und sagen: “Meine Strategie ist es Richtung Westen zu laufen!” werden Sie Ihr Ziel nie erreichen. Also fragen Sie sich jetzt, wenn 1. und 2. geklärt sind:

a) Habe ich eine Strategie, die erwiesenermaßen zu Erfolg führt? Haben andere Menschen mit dieser Strategie Erfolg oder Mißerfolg?
b) Welche Strategien, Kompetenzen und Fähigkeiten brauche ich noch, um mein Ziel zu erlangen?

4. Haben Sie ein System, dass Sie unterstützt und bestärkt?
Kleine Ziele können schnell erreicht werden. Große Ziele benötigen verschiedene Schritte.

a) Kenne ich die Schritte zum Ziel? Habe ich diese Schritte in machbare Aufgaben eingeteilt?
b) Habe ich einen Plan, der mir hilft, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, während ich kleine Schritte mache?
c) Welche Menschen können mich dabei unterstützen meinen Weg zu gehen? Habe ich sie schon gebeten mir zu helfen?
d) Feedback: Wie stelle ich sicher, dass ich auf dem richtigen Weg bin?

Wenn Sie alle diese Dinge positiv beantwortet haben und weiterhin spüren, dass dieses Ziel für Sie das richtige Ergebnis ist, dann legen Sie los. Seien Sie ausdauernd, vergewissern Sie sich, dass Sie die notwendige Unterstützung haben und lassen Sie sich von Hindernissen und Schwierigkeiten nicht entmutigen. Nehmen Sie aufkommende Schwierigkeiten als Beweis dafür, dass Sie tatsächlich in Bewegung sind.

Diese Checkliste kann auf jede Art von Ziel (emotional, mental, materiell, körperlich) übertragen werden.

NEID – Volkskrankheit?

Kann man das wegmachen?

Ich treffe immer wieder Menschen in meinem Alltag und Job, die mit Neid zu kämpfen haben oder von neidischen Menschen umgeben sind. Aber was versteht man unter Neid?

Wikipedia definiert Neid folgendermaßen: “Unter Neid versteht man das moralisch vorwerfbare, gefühlsmäßige (also emotionale) Verübeln der Besserstellung konkreter Anderer. Neid entsteht aus Schwäche, Kleinmut, mangelndem Selbstvertrauen, selbstempfundener Unterlegenheit und überspanntem Ehrgeiz, deswegen verbirgt der Neider seinen unschönen Charakterzug schamhaft. Er lehnt lauthals ab, es dem Beneideten gleichzutun. […] geht es ihm an den Kragen, genießt der Neider stille Schadenfreude.“

Das ist jetzt doch mal harter Tobak wie man so sagt. Hat nicht jeder von uns mit Neid und seinen verschiedenen Formen zu kämpfen? Wer ist denn bitte frei von Neid und ist sich wirklich zu 100 Prozent sicher, dass das so ist?

Zu 100 Prozent neidfrei. Dass es das wirklich gibt, kann ich kaum glauben. Also selbst ich ertappe mich manchmal dabei, dass ich neidisch bin. Dann frage ich mich aber auch immer wieder Folgendes:

  • Was ist das bitte, warum ich gerade jetzt neidisch werde?
  • Will ich das etwa auch haben?
  • Kann ich mal wieder nicht gönnen? Dürfen andere denn nicht auch erfolgreich sein?
  • Geht es mir vielleicht sogar darum, dass ich es zwar gönne, aber der Mensch mir unsympathisch erscheint oder gar – in meinen Augen – ist?
  • Packt mich der Ehrgeiz?
  • Bin ich ein schlechter Mensch, dass der Neid in mir kocht oder hoch kommt?

Das und noch viel mehr sind Fragen, denen kann man sich stellen, muss man aber nicht. Kann sinnvoll sein, muss aber nicht.

Meine wichtigste Frage, die ich mir dann gerne stelle, ist: Was ist es ganz genau? Was ist der Auslöser für Neid in mir?

Und die zweite Frage: Wieso kann ich nicht gönnen?

Neid ist die höchste Form der Anerkennung, so sagt man im berühmten Volksmund. Also warum oder wieso kann man dann nicht gönnen, oder will vielleicht gar nicht gönnen?

Ähnlich ist der Begriff der Missgunst. Fehlt es am ethischen Vorwurf, spricht man auch von Unbehagen gegenüber Vorteilen anderer (Besitz, Status, Privilegien), die man selbst nicht hat. F

Freuen Sie sich, dass Sie eine Emotion wie Neid besitzen. Es ist ein Teil von Ihnen und Ihrer Persönlichkeit. Neid kann eine Motivation sein, etwas zu erreichen, was andere schon haben. Und Neid ist super, wenn Sie auch “gönnen” können. Eine wunderschöne Sache, dass mit dem Gönnen. Das schüttet nämlich das Glücksgefühlhormon Serotonin aus. Und das beflügelt uns. Also gönnen Sie einfach mehr. Und glaube Sie mir, Neid ist was ganz Alltägliches.

Inspiration – Was ist das eigentlich?

Was ist eigentlich Inspiration und wofür brauchen wir sie? Inspiration – der Duden definiert sie als „schöpferischen Einfall, Gedanke, plötzliche Erkenntnis, erhellende Idee, die jemanden, besonders bei einer geistigen Tätigkeit, weiterführt, Erleuchtung, Eingebung“. Wikipedia erklärt sie folgendermaßen: „Inspiration kommt von lat.: inspiratio „Beseelung“, Einhauchen von spiritus „Leben, Seele, Geist“. Allgemeinsprachlich versteht man darunter etwa einen unerwarteten Einfall oder einen Ausgangspunkt künstlerischer Kreativität.

Begriffsgeschichtlich liegt die Vorstellung zugrunde, dass einerseits Werke von Künstlern, andererseits religiöse Überlieferungen Eingebungen des (nicht notwendig personal verstandenen) Göttlichen seien – eine Vorstellung, die sich sowohl in vorderorientalischen Religionen wie auch bei vorsokratischen Philosophen findet und dann eine breite Wirkungsgeschichte entfaltet“.

Die alten Griechen, allen voran Hesiod und Demokrit, haben sich durch das Göttliche inspiriert gefühlt und sich als Empfänger göttlicher Eingebungen verstanden. Demokrit etwa formuliert: „Was auch immer ein Dichter mit Enthusiasmus beschreibt und mit göttlichem Anhauch bzw. Geist , das ist gewiss schön.“

Cicero verwendete den lateinischen Ausdruck afflatus im poetischen wie im religiösen Sinne für „Inspiration“ oder „göttliche Eingebung“, als „Einwehen, Einhauchen von etwas“ durch einen göttlichen Wind. Der römische Anwalt, Politiker, Poet und Philosoph beschreibt Inspiration als einem unerwarteten Hauch, der den Poeten ereilt – eine mächtige Gewalt, deren Wesen der Poet hilflos und unbewusst ausgesetzt sei. Cicero hat es damit auf den Punkt gebracht.

Was aber bedeutet Inspiration für uns?

Ohne Inspiration wäre unser Leben um einiges ärmer. Schon als die Menschheit am Anfang stand ließ sie sich von ihrer Umgebung, der Natur oder auch anderen Menschen inspirieren: sie schuf Werkzeuge, kreierte Kunstwerke und ersann Geschichten.

Wie findet man Inspiration?

Inspiration ist das Einhauchen von Geist und Seele. Inspiriertes Leben ist gelebtes Leben, eigenständig, selbstbestimmt und vollkommen befreit von allem. Inspiriertes Leben ist auch, das zu tun, wozu wir wirklich Lust haben, was wir wirklich wollen, und vor allem wofür wir auch bestimmt sind. Kurz gesagt: Inspiration bedeutet, sich die Freiheit zu nehmen, das Leben bewusst zu leben.

Menschen lassen sich gerne inspirieren oder inspirieren sich selber. Oft braucht man einfach nur da zu sitzen und in die Luft zu starren – wie manche Zeitgenossen das gerne mal abwertend nennen – das kann fantastisch inspirierend sein. Auf einer Bank sitzen die Sonne genießen, an nichts denken und dann kommt dieser eine Gedanke, dieses eine Bild oder was auch immer, das uns inspiriert, uns entführt und uns auf eine Reise schickt, deren Ziel wir noch nicht kennen.

Inspiration als Lebenselexir

Inspiration ist ein Lebenselixier. Leider wissen viele Mitmenschen mit Inspiration nur wenig anzufangen. Aber wofür braucht man Inspiration denn überhaupt? Geht es denn nicht auch ohne? Kreativ sein reicht doch wohl oder nicht?

Die Seele braucht Inspiration

Der Seele etwas Gutes tun, so sahen die alten Römer oder Griechen Inspiration. Inspiration ist Seelennahrung und das wiederum ist wichtig, um unseren Emotionen Futter zu liefern. Ohne sie würden wir nicht überleben, wir würden höchst depressiv werden.

Menschen brauchen die Inspiration um Lösungen zu finden, zu neuen Ideen zu kommen, neue Wege zu gehen. Wenn sie das eine nicht haben können dann inspirieren sie sich zu etwas anderem. Ein kleines, banales Beispiel: In manchen Regionen haben die Menschen zu wenig Sonne. Und wir wissen,dass uns Sonnenlicht sehr gut tut, ja, es ist sogar lebensnotwendig. Also erfand der Mensch das künstliche Sonnenlicht, dass den Menschen helfen soll, Serotonin, das Glückshormon, zu produzieren, welches uns eben in dunklen Tagen abhanden kommt.

Es gibt so viele Möglichkeiten wodurch Menschen inspiriert werden können und die unterschiedlichsten Auslöser dafür. Inspiration hat ganz viele mit Ideen zu tun, wobei „Ideen haben“ nicht ident mit „inspiriert sein“ ist. Inspiration ist nicht haltbar, Inspiration passiert. Wenn man inspiriert ist, dann kann man diese Inspiration nicht konservieren, kann sie nicht in eine Schublade stecken und bei Bedarf wieder herausholen. Inspiration passiert immer im JETZT. Inspiration motiviert, sie macht Menschen produktiver, lebendiger.

Wichtig für jede Art von Inspiration ist die Umsetzung. Je stärker eine Inspiration ist, umso mehr wird man diese auch umsetzen wollen – und auch können.

Erich Kästner hat einmal gesagt: „Du brauchst mehr Träume, als andere Menschen zerstören können.“

Also lassen wir unsere Träume nicht zerstören.

Lassen wir unseren Inspirationen freien Lauf und leben unser Leben, das uns bestimmt ist. Es beginnt oft mit einer kleinen Inspiration, einem kleinen Traum, der dann plötzlich etwas Großes, Wunderbares wird. Lassen Sie es zu.

Selbst-ENT-Faltung – Entkoppelung

Entkoppelung von den Eltern schafft mehr Liebe und eine glückliche Partnerschaft

Wir Menschen haben zwei große Bestrebungen: Wir wollen geliebt werden, ja geradezu verschmelzen mit anderen geliebten Menschen – in der vollkommenen Sicherheit, dass sie uns niemals verlassen. Gleichzeitig wollen wir unabhängige Individuen bleiben mit dem großen Ziel unserer Selbst-Entfaltung. Dabei konkurrieren wir mit allen anderen um Anerkennung und um einen guten Platz in der Gemeinschaft. Denn auch die anderen wollen ihre Bedürfnisse möglichst umfangreich von uns befriedigt bekommen. Immer sind wir also gleichzeitig Individuum und Teil einer Gruppe.

Für unser Überleben ist daher folgender Antagonismus notwendig:
Der Zusammenhalt der Gruppe genauso wie das Streben des Einzelnen gewährleisten den Erhalt des Lebens. Sowohl die Befriedigung unserer Bedürfnisse durch andere, ihre Zuwendung und Aufmerksamkeit, als auch das Gefühl etwas zu können, eigene Ideen zu verwirklichen, unabhängig und stark zu sein, befriedigt unser Selbstwertgefühl. Aus diesem Widerspruch von Anziehung und Konkurrenz, Sehnsucht und Abhängigkeit, Liebe und Frust, Nähe und Distanz entstehen alle unsere sozialen Konflikte in Partnerschaften, Familien oder Arbeitsgemeinschaften. Denn nur selten haben wir in unserer Kindheit das richtige Gleichgewicht zwischen Narzissmus und Altruismus gelernt. Da in jeder Gemeinschaft, jeder Beziehung der Konflikt zwischen den eigenen Sehnsüchten und denen des Partners neu verhandelt wird, hat man auch in jeder Beziehung die Möglichkeit zu reifen. Doch besonders Liebesbeziehungen sind ein Katalysator bei der Persönlichkeitsentwicklung. Darum behindert uns nichts so sehr, wie eine destruktive Partnerschaft. Sicher ist nur eines: Wir suchen uns immer einen Partner auf dem gleichen Reifestand. Und: Beide Partner können sich nur zusammen entwickeln.

Schreien & Weinen hilft immer!
Woher kommt das alles? Gehen wir einmal alle zurück zu dem Zeitpunkt vor unserer Geburt: wir waren geschützt, sicher, es mangelte uns an nichts. Doch irgendwann müssen wir aus dieser Sicherheit heraus und ins Leben eintreten. Als Säuglinge schreien und weinen wir, wenn wir etwas nicht bekommen oder nicht verstehen, weil wir es noch nicht können. Wir schreien und weinen uns die sprichwörtliche Seele aus dem Leib. Die ausschließliche Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse und ihre totale Befriedigung erfährt eine erste Sozialisierung: Wir lernen, dass es da ein Gegenüber gibt, von dem wir abhängig sind, mit dem wir Kontakt aufnehmen müssen, um das zu bekommen was wir wollen.

Wechselbad von Nähe und Eigenständigkeit
Wir lernen hier also schon sehr früh, dass wir etwas bekommen wollen, was andere uns geben können ohne wirklich zu wissen ob wir das anderen überhaupt benötigen. Es gibt also – nach der ersten Phase der totalen Verschmelzung und umfassenden Bedürfnisbefriedigung – plötzlich etwas wie ein „Ich-Selbst“ und ein „Du“. Je mehr das Ich-Selbst heran wächst, etwas „eigenes“ wird, sich seinen „eigenen Raum“ nimmt und verteidigt, laufen lernt, die Welt entdeckt und selbstständig wird, um so mehr trennt es sich von dem anderen.

Es braucht sie aber immer noch (lebensnotwendig) und behält deshalb zu ihr weiterhin eine sehr starke emotionale Bindung. So schleichen sich die Gegenpole von Verschmelzung und Unabhängigkeit, Bindung und Selbst-Ständigkeit in unser Leben. Die Art und Weise, wie diese Abtrennung vom Mutterleib bzw. den Eltern verläuft – und es gibt unendlich viele kleine und große Konflikte in ihrem Verlauf – bestimmt den Rest unseres Lebens und unsern Umgang mit Nähe und Eigenständigkeit.

Wer Angst lernt, lernt nicht automatisch mit der Angst zu leben
Ein Kind braucht neben seinem eigenen Willen und seiner Entdeckerlust das Gefühl der Akzeptanz und des „Zurückkommenkönnens“. Je früher hierbei angstintensive Erfahrungen stattfinden, umso weniger kann diese Angst verarbeitet werden und umso größer sind die schädlichen Spuren, die sie in der Psyche hinterlässt.
Kinder können nicht weg, sie können ihre Eltern nicht verlassen, denn sie brauchen sie zum Überleben. Deshalb lieben Kinder ihre Eltern, egal wie schlecht sich diese verhalten und egal wie frustriert die Kinder trotz all ihrer Liebe dadurch sind. Wenn die Eltern die naturgegebene Abhängigkeit ihres Kindes missbrauchen, um ihr eigens schwaches Selbstwertgefühl zu stärken, wird dem Kind eine kompensierende Rolle zugewiesen, es wird nicht als eigenständiger Mensch wahrgenommen, der seinen Weg ins Leben finden soll. Was ich fühle, was ich bin, ist nicht gut und darf nicht (so) sein“ Wenn die Eltern an ihrem Kind Machtansprüche und Aggressionen ausleben oder ihm vermitteln, das es ihnen etwas weg nimmt, ihr Leben unangenehm einschränkt, hinterlässt das viel Frust und gravierende Störungen im Selbstwertgefühl und in der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Das Gefühl „was ich fühle, was ich bin, ist nicht gut und darf nicht (so) sein“ wird zur Grundlage der Selbstwahrnehmung und führt automatisch dazu, diesen „Mangel“ auszugleichen. Im Idealfall entwickeln wir unsere Selbst-Ständigkeit mit Urvertrauen und starten mit einer unterstützenden Liebe in die zu erobernde Welt. Unsere Gefühle müssen unseren Eltern eine liebevolle Beachtung wert sein, damit unser Selbst Realität werden kann: Die Reaktion der Eltern auf ihr Kind manifestiert sich in seinem Selbstbild. Verhalten sich Mutter und Vater nicht liebevoll, ohne „Glanz in den Augen“, uninteressiert, aggressiv, schuldzuweisend oder überängstlich und klammernd, kann das Kind kein gesundes Selbstbild entwickeln.

Angst und Verlust vor der Liebe
Es entsteht Angst vor dem Verlust der Liebe und der schützenden Zuwendung oder Angst vor den Gefahren der Eigenständigkeit. Diese Angst erzeugt die Probleme in jeder weiteren Liebesbeziehung des beginnenden Lebens: Ein unsicher gebundenes Kind lernt nicht mit Unterstützung seiner Bezugspersonen seine Gefühle zu regulieren. Das nämlich lernen Kindern und auch Erwachsene erst durch Erleben, durch einfaches, unbeschwertes kennenlernen. Durch den ständigen Frust kommt es zu keiner gesunden Frustrationstoleranz und Enttäuschungen können immer schlechter verkraftet werden: Das Kind ist von den ständigen Gefühlskonflikten überfordert, sein kindlicher Narzissmus kann nicht zu einem gesunden sozialen Verhalten heranreifen. Es wird übermäßig aggressiv, egoman oder völlig eingeschüchtert. Kinder leiden nicht nur, wenn sie geschlagen und misshandelt werden. Viel häufiger findet eine viel subtilere, eine ganz leise und permanente Abwertung der eigenen Rechte statt.

Als Kinder versuchen wir dieser Ohnmacht zu entgehen und entwickeln Verhaltensweisen, von denen wir (in unserer Naivität) annehmen, sie hätten einen positiven Einfluss auf unser Ansehen in der Familie, auf die herrschenden Probleme und somit auf unser eigenes Wohl. Diese Verhaltensmuster nehmen wir später mit hinaus in die Welt. Es sind Strategien, die uns im Umfeld unserer Kindheit einen Vorteil gebracht haben, aber in der Realität doch nur unreife Lösungsversuche waren, um mit den belastenden Ambivalenzen unserer Gefühle umzugehen. Verläuft der Individuierungsprozess nicht wohlwollend, wird Liebe und Bindung mit starken negativen Gefühlen vergemischt und es fehlt uns später die Fähigkeit zwischen unseren Bindungsbedürfnissen und unserer Eigenständigkeit abzuwägen. Das hat schwerwiegende Folgen für unser Leben und alle unsere Beziehungen. Jeder, der uns zu nahe kommt, bedroht unsere Autonomie und jeder der uns zurückweist, treibt uns in die Angst vor dem Verlust der lebensnotwendigen Liebe, die gleichzeitig wieder die Angst vor Abhängigkeit und mangelnder Eigenständigkeit birgt.

Umgekehrt kann eine sichere, liebevolle Bindung an die Eltern selbst gegen ungünstige Erbanlagen Widerstandskraft verleihen. Und je mehr wir gesunde Sicherheit im Zusammenhang mit sich entwickelnder Selbstständigkeit erfahren umso stärker ist das Gefühl der „Selbst-Richtigkeit“, das sich daraus entwickelt. Während des Prozesses der „Selbst-Werdung“ und Abtrennung orientieren wir uns nicht nur an unseren Eltern: Wir internalisieren sie, nehmen sie als unsere Vorbilder in unser Selbstbild auf, zeichnen aus ihren Werten unser Selbstverständnis und unsere Weltsicht. So schaffen wir es – mit ihnen in uns – uns von ihnen nach und nach abzutrennen. Wir integrieren unsere Eltern in unsere sich entwickelnde Persönlichkeit – und wundern uns dann später darüber, dass wir ihnen so ähnlich geworden sind.